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Im Oktober 2024 hatten wir, eine Gruppe von 19 Studierenden, die einzigartige Möglichkeit eine zehntägige Studienreise in die USA zu unternehmen. Ziel war es, den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten zu erkunden und dabei spannende Einblicke in die amerikanische Landwirtschaft zu gewinnen. FRICKE unterstützte mich bei der Studienreise und dadurch konnte ich zahlreiche interessante und aufregende Erfahrungen sammeln.
Begonnen hat unsere Reise in Chicago, das schon mit der eindrucksstarken und großen Skyline beeindruckte. Die Fahrt von Chicago nach Iowa Falls führte uns hinaus in ländliche, agrarintensive Regionen und bot uns einen ersten Eindruck von der Landwirtschaft des Mittleren Westens – geprägt von schier endlosen Feldern mit Mais und Sojabohnen, den dominierenden Kulturen der Region. Im Gegensatz zu Deutschland, wo Fruchtfolgen stärker diversifiziert sind, setzen viele Farmer in der Region fast ausschließlich auf diese beiden Feldfrüchte.
Auch die Maschinen beeindruckten: Große Mähdrescher mit Zwillingsbereifung und breite Überladewagen sind in den USA keine Seltenheit, während solche Dimensionen in Deutschland aufgrund strengerer Straßenverkehrsregeln und engerer Infrastruktur undenkbar wären. Die Landtechnikmarken aus den USA, wie John Deere und Case IH dominieren den dortigen Markt stark, während deutsche Hersteller eine kleinere Rolle spielen.

Außerdem besuchten wir andere Bildungseinrichtungen. Zum einen natürlich das ‚Ellsworth Community College‘, die Partnereinrichtung im kleinen Iowa Falls, aber auch große Universitäten, wie die ‚University of Wisconsin‘ in Madison und die ‚Iowa State University‘ in Ames. Besonders beeindruckend war der Campus der Iowa State, der nicht nur ein eigenes Stadion und ein Coliseum umfasst, sondern auch die ‚AG 450 Farm‘. Auf dieser universitätseigenen Farm bewirtschaften Studierende in kleinen Teams 182 Hektar Land – von der Viehzucht und Ackerbau bis hin zur Vermarktung. Das hat in den USA aber auch seinen Preis, denn die Studierenden zahlen hohe Studiengebühren und verschulden sich dabei bis ins Sechsstellige hinein – was durchaus keine Seltenheit ist.
Neben fachlichen Eindrücken bot die Reise auch zahlreiche Möglichkeiten für den kulturellen Austausch. Mehrere Tage verbrachten wir gemeinsam mit amerikanischen Studierenden, mit denen wir abends unterwegs waren und die uns einen Einblick in ihren Alltag gaben.
Ein besonderes Highlight war das typische Barbecue auf der Farm von Professor Kevin Butt.

Wir konnten uns allgemein sehr viel austauschen, viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede in unserem Alltag, aber auch in unserer Mentalität feststellen.
Die Reise hat uns nicht nur fachlich bereichert, sondern auch gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und ein globaler Blickwinkel sind. Es wurde deutlich, dass die USA und Deutschland zwar stark unterschiedliche Ansätze in der Landwirtschaft verfolgen, aber auch gleiche Herausforderungen haben.
Die Möglichkeit, einen so intensiven Einblick in die Landwirtschaft Iowas zu erhalten, zeigte mir sowohl grundlegende Unterschiede als auch gemeinsame Herausforderungen in der Landwirtschaft. Auch das beeindruckende Land und die offene, zuversichtliche Art der Menschen dort haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Dieses Jahr durfte ich außerdem bereits zwei Monate bei unserem FRICKE Maszyny Rolnicze, unserem Landmaschinenhandel in Polen, verbringen. Davon habe ich in diesem Beitrag berichtet.
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