Garagentheater Jork: Von der Planung bis zum Applaus und Sophie mittendrin

Willkommen am Jorker Broadway – Garagentheater schlägt Wellen


Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wir möchten euch nicht nur von unserem Arbeitsalltag oder Firmenveranstaltungen berichten, sondern auch von unseren Urlauben und Freizeitaktivitäten als Fricke-Azubi. Ein paar Urlaubsberichte in unserem Fricke-Karriere-Blog oder Artikel über die Hobbys einiger Azubis hat der ein oder andere von euch eventuell schon gelesen. Heute möchte ich euch von einem Hobby erzählen, welches ich seit Kurzem wieder aufgenommen habe.

Seit Anfang des Jahres wirke ich in dem Theaterstück „Die Welle“ von Reinhold Tritt, nach dem Roman von Morton Rhue, mit. Wie es dazu kam, worum es in dem Stück geht und warum ich das überhaupt mache, möchte ich euch heute berichten.

Wie kam es zur Garagentheater-Idee?

Die Mutter meines Freundes hat sich dazu entschieden als Hobby Theaterstücke, zum Beispiel an Schulen, aufzuführen. Dafür hat sie bereits verschiedene Workshops besucht. Sie möchte den Menschen zeigen, wie viel Spaß Theater machen kann und dass man damit auch eine Botschaft überbringen kann. Ein weiteres Ziel von ihr ist dabei, Menschen zu helfen, durch das freie Sprechen auf einer Bühne selbstbewusster zu werden. Um das zu verwirklichen, hat sie einen passende Theaterlocation gesucht. Wie viele andere große Ideen, begann es in einer Garage. 🙂 Denn auch für das Theater wurde ein Raum, der als Garage genutzt wurde, zu einem Probenraum umgebaut. Deshalb heißt das Ganze auch kurzerhand „Garagentheater„.

Der Raum ist nicht nur als Proberaum gedacht, sondern fungiert auch später als Bühne. Außerdem hat sie eine „Open-Air-Bühne“ im Garten gebaut, auf der die Stücke im Sommer auch draußen aufgeführt werden können.

Garagentheater Jork Open-Air-Bühne

Bereits im Dezember 2018 hat sie die ersten Schauspieler zusammengetrommelt. Auch ich war darunter. Sie hat sich dazu entschieden im Sommer 2019 das Theaterstück „Die Welle“ aufzuführen. Wer „Die Welle“ kennt, weiß, dass das Thema Manipulation auch heute noch sehr wichtig ist.

Wir möchten dafür sorgen, dass nicht in Vergessenheit gerät, wie leicht es ist, manipuliert zu werden!

Worum geht es in dem Theaterstück?

Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Roman, welcher oft auch in Schulen gelesen wird und z.B. auch mit Jürgen Vorgel 2008 verfilmt wurde. Wer die Geschichte nicht kennt – hier ist die Kurzform.

Es spielt im Jahre 1967 in San Francisco in einer High School. Die Schüler behandeln im Geschichtsunterricht die deutsche Geschichte um den Holocaust. Sie glauben nicht, dass eine Minderheit eine Mehrheit gegen ihren Willen einschüchtern und beherrschen kann. Daraufhin startet der Lehrer ein Experiment. Die Schüler sollten selbst erleben, was es heißt, z.B. gleichzeitig aufzuspringen oder irgendetwas zu brüllen und vieles mehr.
Als die Schüler die Bewegung ins Rollen bringen, gerät das Experiment außer Kontrolle…

Die Geschichte basiert auf dem Experiment „The Third Wave“. Das fand 1967 tatsächlich in Kalifornien statt!

Wenn ihr erfahren wollt wie es ausgeht, kommt im Spätsommer vorbei und schaut euch das Stück gerne an. 😉

Garagentheater Jork Textbuch Die Welle

So ein Theater – „Warum mache ich das?“

Als ich noch auf das Gymnasium in Harsefeld ging, habe ich einige Male bei der Musical-AG mitgemacht. Damals haben wir unter anderem das Musical „Grease“ oder „Rocky Horror Picture Show“ aufgeführt. Das hat mir damals schon sehr viel Spaß gemacht, ich habe das Hobby aber danach nie wieder richtig aufgenommen.

Als ich dann erfahren habe, dass die Mutter meines Freundes Theaterworkshops/Auftritte anbietet, habe ich ihr direkt gesagt, dass ich mitmachen möchte. Einerseits hat es mir früher schon immer Spaß gemacht und andererseits möchte ich einfach mein Selbstbewusstsein stärken. Vor anderen etwas aufzuführen und das freie Sprechen tragen dazu bei, dass man sich zum Beispiel bei Vorträgen sicherer fühlt. Außerdem hat man die Chance, sich kreativ einzubringen und in einem Team zu arbeiten.

Auswahl, Aufführung, Applaus – Wie läuft das?

Am Anfang mussten sich erstmal Schauspieler finden. Nach mehreren Anläufen hatten wir unsere Gruppe dann zusammen. Unser Team besteht aus 13 Schauspielern und unserer Regisseurin. Hinzu kommen noch zum Beispiel Techniker für das Licht und liebe Helfer für alles Mögliche.

Dann musste entschieden werden, wo wollen wir das Stück aufführen? Wer ist unserer Zielgruppe? Wie viel Eintritt wollen wir verlangen? Möchten wir überhaupt Eintritt verlangen? Wie wollen wir werben? Möchten wir Requisiten, Flyer, Eintrittskarten etc. selber entwerfen?

All diese Fragen und noch viele, viele mehr haben wir uns bei den ersten Treffen gestellt und sind dabei immer gemeinsam auf eine Lösung gekommen.

Raum für künstlerische Freiheit?

Als nächster Schritt stand dann die Rollenverteilung auf dem Plan. Da stellte sich gleich zu Anfang folgende Frage:

Muss der Lehrer zwingend ein Mann sein oder kann es in unserem Stück auch eine Lehrerin sein?

Nach ein paar Diskussionen und ein bisschen Bedenkzeit haben wir uns dafür entschieden, dem Original treu zu bleiben und einen Mann diese Rolle übernehmen zu lassen.

Damit wir genügend Schüler für eine Klasse zusammen haben, haben wir zwei Rollen (darunter auch meine) dazu erfunden.

Als dann alle Rollen verteilt waren, mussten wir nur noch Termine zum Proben finden. Wir haben beschlossen, dass wir die Szenen an denen fast alle beteiligt sind, am Wochenende zusammen durchgehen. Szenen mit nur zwei oder drei Schauspielern werden unter der Woche mit den Betroffenen geprobt. So kommt es, dass wir uns einmal im Monat für 3-4 Stunden treffen und die Szenen durchspielen.

Garagentheater Jork Proberaum

Bis jetzt gibt es noch nicht so viele Infos, aber so viel kann ich verraten: Wer das Stück gerne sehen möchte und neugierig ist, welche Rolle ich übernommen habe, kann sich das erste Septemberwochenende frei halten. Weitere Infos folgen!

Falls ihr mehr über das Garagentheater in Jork erfahren wollt, klickt hier!

Bis dahin,

eure Sophie

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