Agrar Blogger Camp 4.0 in Bonn - #AgChat20 Treffpunkt und Austausch

Agrar Blogger Camp 4.0 – #agchat20 in Bonn

Agrar Blogger Camp

Hey Leute,

ich durfte beim Agrar Blogger Camp 4.0 vom 4. bis 6. März in Bonn in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung teilnehmen. Auf Social Media ist die Veranstaltung überall unter dem Hashtag #agchat20 zu finden. Für mehr Einblicke und Bilder könnt ihr auch gerne auf unserem Instagram Kanal frickekarriere.blog vorbeischauen. In dem Highlight „Azubis on Tour“ habe ich Fotos und Videos hinterlegt.

Auf dem Event haben sich Personen getroffen, die sich im Internet mit dem Thema Landwirtschaft auseinandersetzen. Das kann auf Blogs, mithilfe von Erklärvideos oder durch Freizeitangebote sein.

Agrar Blogger Camp 4.0 – Netzwerken an Tag 1

Am ersten Tag startete abends ein Programm für alle, die schon angereist waren. Bei einem gemeinsamen Abendessen hatten wir die Möglichkeit, uns gegenseitig kennenzulernen. Viele Teilnehmer aus der Agrar Blogger Szene kannten sich bereits und haben das Camp immer wieder als kleines Familientreffen bezeichnet. Wie eine kleine Familie hat es sich auch angefühlt. Alle waren sehr offen und immer für einen Austausch bereit.

Nach dem Abendessen hat Peter Jantsch einen Vortrag zum Thema Konfliktlösung gehalten. Es ging vor allem um das Modell „Vier-Seiten einer Nachricht“ und darum, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und entscheiden kann, welche Nachrichten er nah an sich heranlässt und dass man auch mal ganz bewusst „Nein“ sagen kann. Dies ist vor allem wichtig, um sich selbst zu schützen.

Lebendiger Austausch an Tag 2

Zu Beginn des zweiten Tages hat sich jeder Teilnehmer mit seinen drei Hashtags vorgestellt. Im Vorfeld wurde jeder dazu aufgefordert, sich drei Hashtags auszudenken, die einen besonders gut beschreiben. Ich habe mich für #frickeschockt, den Hashtag des Fricke-Karriere Blogs, #dualeStudentin, da ich bei der FRICKE Gruppe ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen absolviere, und #sprachenakrobatin, weil ich Deutsch, Englisch und Französisch sprechen und Plattdeutsch immerhin lesen und verstehen kann, entschieden.

Danach fanden die Session des Barcamps statt. Im Laufe des Tages wurden in vier Zeitslots jeweils vier verschiedene Sessions à 45 Minuten zu ganz unterschiedlichen Themen von den Teilnehmern selbst angeboten. Ich habe zwar keine Session gehalten, aber natürlich vier verschiedene besucht.

Agrar Blogger Camp 4.0 – Die Sessions

Gestartet bin ich mit einem Barcamp zum Thema „Analog streiten“. Auch wenn wir alle viel online unterwegs sind, ist es wichtig, sich persönlich, also von Angesicht zu Angesicht, richtig streiten zu können. Dabei wurde das Thema des Vorabends nochmal aufgegriffen und weiter ausgeführt.

In der zweiten Session hat Ingmar von Hofhuhn uns Einblicke in seine Arbeit gewährt. Er hat uns erzählt, wie viel Zeit er in seine Beiträge steckt, wie er sie gestaltet und bearbeitet. Außerdem hat er immer wieder betont, dass wir in der heutigen Zeit, in der der Verbraucher einer Vielfalt von Produkten in jeder Preisklasse gegenübersteht, den Mehrwert des Produktes erklären müssen, das wir verkaufen möchten.

Nach dem Mittagessen ging es in die dritte Session des Tages. Ich habe von Matthias Süßen gelernt, was eine gute App zum Bearbeiten von Fotos können sollte und mir seine Empfehlung Snapseed, die sogar kostenlos ist, heruntergeladen. Matthias hat uns geraten, beim Fotografieren nicht den Zoom und Blitz zu verwenden und das Raster einzuschalten, damit sich der Fokus des Bildes in der Mitte befindet.

In der letzten Runde hat Lutz Staacke, Head of Social Media beim Deutschen Landwirtschaftsverlag und verantwortlich für die Social Media Strategie des gesamten Verlages, uns berichtet, wie die verschiedenen Kanäle des Magazins agrarheute bespielt werden können, damit die richtige Zielgruppe erreicht wird.

Agrar Blogger Camp Gruppenfoto

Ausklang des zweiten Tages

Nach der Feedbackrunde, die durchweg positiv ausgefallen ist, haben wir gemeinsam zu Abend gegessen. Begleitet wurden wir durch den Abend von der Initiative Tierwohl, die Dr. Christian Dürnberger, Ethiker am Messerli Forschungsinstitut in Wien, zu einem Implusvortrag eingeladen hatte. Er hat in seinem Vortrag geschildert, dass sich die Position der Landwirtschaft in der Gesellschaft über die Zeit geändert hat.

Heutzutage muss man Landwirtschaft erklären, denn wir leben in einer Konsumgesellschaft, in der Nahrung als selbstverständlich angesehen wird. Landwirte müssen sich bewusst sein, dass sie einen Berufsstand ausüben, der in der Gesellschaft umstritten ist. Darauf sollten sie bestenfalls bereits in ihrer Ausbildung vorbereitet werden. Ich möchte euch ein Interview zu diesem Thema ans Herz legen, in dem Dürnberger über Hate Speech, mit der Landwirte täglich konfrontiert werden, spricht.

Abschluss an Tag 3

Am letzten Tag hat sich alles um die Frage gedreht, wie man raus aus der Blase kommt. Wie erreicht man auch Zielgruppen außerhalb der Landwirtschaft? Dazu hat beispielsweise Sanna Karolszyk von der Firma Corteva Agriscience den Farming Simulator vorgestellt. Das ist ein Spiel, in dem die Arbeit in der Landwirtschaft sehr realistisch dargestellt wird. Das Spiel ist auch für Gamer außerhalb der Landwirtschaftsbranche sehr interessant. Darüber hinaus wurden einige bereits existierende Projekte vorgestellt, die versuchen, Landwirtschaft zu erklären und dem Verbraucher näherzubringen. Dazu gehören beispielsweise MyKuhTube, Tour de Buur, die App von Julia Nissen alias Deichdeern oder die Initiative „Echt Grün – Eure Landwirte“. Dies sind alles Beispiele aus der Praxis, die mich sehr beeindruckt haben und es sich zum Ziel gesetzt haben, mit der Gesellschaft in den Dialog zu treten.

Agrar Blogger Camp 4.0 – Mein Fazit

Das Agrar Blogger Camp ist definitiv ein Treffpunkt zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Ich habe sehr viele offene Personen mit tollen Projekten getroffen. Ein großer Dank geht auch an das Orga-Team – es hat wirklich alles reibungslos geklappt!

Kleiner Tipp am Ende: Bernhard Barkmann, einer der Organisatoren des Agrar Blogger Camps und Schweinebauer, hat sich mit einer Bio-Bäuerin in eine Diskussion der Gegensätze gewagt. Ein sehr sehenswertes Video und hier zu finden.

Eure Leona

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