Ausbildung oder duales Studium? Beides im Vergleich

Ausbildung oder duales Studium?

Ausbildung Duales Studium

Nach der Schule beginnt Euer neuer Lebensabschnitt. Ihr macht vielleicht ein FSJ, Work & Travel, ein Studium oder beginnt eine Ausbildung. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten. Einige Optionen ähneln sich aber auch sehr und haben verschiedene Vor- und Nachteile. Schwankt ihr zum Beispiel zwischen einem Ausbildungsberuf und einem dualen Studium? Die Entscheidung ist eindeutig nicht leicht und ich möchte Euch heute von beidem berichten und einen Vergleich ziehen. Genauer gesagt: Ausbildung zur Industriekauffrau und duales Studium BWL.

Meine Erfahrungen

Bevor ich Euch die Vor- und Nachteile der Ausbildung und eines dualen Studiums verrate, möchte ich kurz meine bisherigen Erfahrungen mit Euch teilen. Während meiner Schullaufbahn ist mir klar geworden, dass ich gerne später kaufmännisch arbeiten möchte. Aus diesem Grund habe ich in den Sommerferien von der 11. Klasse zur 12. Klasse (ich habe noch nach zwölf Jahren Abitur gemacht) einige Bewerbungen für den Ausbildungsberuf Industriekauffrau/-mann geschrieben. Daraufhin habe ich ein paar Bewerbungsverfahren durchlaufen und mich letztendlich für einen Automobilhersteller als Ausbildungsunternehmen entschieden. Da die Ausbildung bereits verkürzt war, habe ich nach 2,5 Jahren die Ausbildung im Januar 2018 abgeschlossen. Da ich allerdings noch weitere Erfahrungen sammeln wollte in Form von Weiterbildung, habe ich mich danach noch zu einem dualen Studium entschieden. Dieses absolviere ich nun seit August 2018 bei der FRICKE Gruppe. In der Zwischenzeit von Januar bis August durfte ich FRICKE schon durch einen Aushilfsjob kennenlernen.

Ich möchte mit Euch jetzt einmal die kaufmännische Ausbildung und das duale Studium genauer unter die Lupe nehmen.

Kaufmännische Ausbildung – Industriekaufleute

Die Ausbildungszeit für die kaufmännische Ausbildung für Industriekaufleute liegt bei drei Jahren. Theoretisch werden die Inhalte in der Berufsschule vermittelt. Meine Berufsschule war in Teilzeit – 2 Tage die Woche Schule mit einem Nachmittag danach noch arbeiten. Es gibt aber auch Berufsschulen, die nur Blockunterricht anbieten. Im Ausbildungsbetrieb habe ich diverse Abteilungen durchlaufen, um einen umfassenden Einblick ins Unternehmen zu erhalten. Die Abschlussprüfung bestand bei mir aus drei schriftlichen Prüfungen und einer Mündlichen.

Für mich persönlich war die Ausbildung nach der Schule die richtige Wahl. Ich konnte bereits in das Berufsleben schnuppern und mir einen Eindruck von einem Unternehmen verschaffen. Außerdem konnte ich dadurch bereits viele Erfahrungen sammeln.

Duales Studium BWL

Bei mir dauert das duale Studium 3,5 Jahre und ist mit der Partnerhochschule Nordakademie in Elmshorn. Die Hochschule und dementsprechend auch die Studienzeit kann aber je nach Unternehmen variieren. Wir haben insgesamt sieben Semester à zehn Wochen – eins davon ist ein Auslandssemester, wie Leona schon berichtet hat. Unsere praktische Zeit im Unternehmen beträgt dann meistens zwölf Wochen. Die Praxisphasen verbringen wir bei FRICKE in verschiedenen Abteilungen. Die Zeit von zwölf Wochen ist auch super, um viel von der Abteilung mitzubekommen und eigene Projekte durchzuführen.

Das duale Studium ist eindeutig eine interessante Erfahrung und ermöglicht noch tiefere Einblicke. Besonders der Mix aus Studium und Berufsleben gefällt mir sehr gut, da ich nie ein reines Theorie-Studium angestrebt habe. Vor allem der Gehalts-Aspekt ist auch noch ein Vorteil im dualen Studium, da duale Studenten meistens eine Ausbildungsvergütung erhalten.

Ausbildung und duales Studium im Vergleich

Eine kaufmännische Ausbildung und ein duales Studium haben tatsächlich einige Gemeinsamkeiten. In beiden Fällen erhaltet ihr einen umfassenden Eindruck von Euren Betrieben und lernt neben der Praxis auch viel Theorie. Die Theorie ist natürlich bei einem dualen Studium viel tiefer und umfassender. Darüber hinaus ist auch der Zeit-Aspekt ein Vergleichskriterium und sollte beachtet werden, wenn Ihr vor der Entscheidung duales Studium oder Ausbildung steht. Einerseits ist natürlich die Dauer bei einem dualen Studium länger als bei einem normalen Studium oder einer Ausbildung. Andererseits gibt es bei einem dualen Studium keine klassischen Semesterferien – in der Zeit geht ihr arbeiten. Dies sollte auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden. Gehaltlich gesehen, seid Ihr bei beiden Optionen ähnlich unterwegs – ihr könnt auf jeden Fall unabhängiger vom Elternhaus leben.

Fazit und Empfehlung

Rückblickend betrachtet war es für mich genau die richtige Entscheidung erst eine Ausbildung zu machen und danach ein duales Studium. Die Ausbildung hat mich bereits viel eigenständiger gemacht und mir eine solide Basis an Wissen ermöglicht. Dieses Wissen hilft mir ungemein im dualen Studium und erleichtert das Studium auch. In meiner Klasse sind aber auch viele Mitstundenten, die direkt von der Schule kommen und das stellt keinen Nachteil dar. Ich kann Euch aber eindeutig beides – auch unabhängig voneinander – empfehlen. Ihr müsst Euch nur im Klaren sein, dass ein duales Studium viel Engagement und Selbständigkeit sowie Organisation benötigt. Eine Ausbildung wäre ein sanfterer Einstieg ins Berufsleben und ist auch nicht zu unterschätzen. Wichtig ist, dass ihr für Euch das Richtige findet und Spaß daran habt!

Falls ihr dazu noch weitere Fragen habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen.

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