Von der Polizei zum operativen Manager

Von der Polizei zum operativen Manager

Operativer Manager in der FRICKE Gruppe - Wie sieht da der Arbeitstag aus? Alexander hat uns in einem Interview mehr dazu verraten.

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Moin Leute,

im heutigen Blogbeitrag geht es um meinen Kollegen Alexander. Denn, dass er einmal bei der FRICKE Gruppe landen würde, war nicht immer so klar. Lest selbst.

Wo warst du vor deiner Zeit bei FRICKE beschäftigt?

Nach dem Abitur, welches ich an der FOS für Wirtschaft und Verwaltung in Stade mit Schwerpunkt in Verwaltung und Rechtspflege absolvierte, begann ich ein Bachelorstudium als Polizeikommissaranwärter an der Polizeiakademie Niedersachsen in Oldenburg im gehobenen Dienst. Der Inhalt des dualen Studiums bestand hauptsächlich aus Unterricht in den Rechtsfächern (Grund- und Eingriffsrecht, Verkehrsrecht, Kriminalistik, Strafrecht, Psychologie, etc.). Dazu praktisches Training (Situatives Training, wie Hausdurchsuchung, häusliche Gewalt, Spurensicherung, schreiben und anlegen von Berichten, Verkehrskontrollen, Selbstverteidigung, schießen, Fahrtraining, um die Grenzen der Fahrzeuge zu kennen, Umgang mit Einsatzmehrzweckstock, Pfefferspray, Handschellen etc.) sowie sechs Monate praktischer Einsatz in der Polizeiinspektion Stade (Streifendienst und Ermittlungsdienst) und viel Sport.

operativer Manager

Wie bist du zur FRICKE Gruppe gekommen?

Da ich aufgrund von später auftretenden körperlichen Einschränkungen (Verletzung) nicht als Beamter auf Probe übernommen werden konnte, suchte ich anschließend Anfang 2016 umgehend eine andere Tätigkeit. Ich wollte nicht herumsitzen, sondern mir meinen Lebensunterhalt verdienen. Alternativ wäre auch ein zweites Studium in Frage gekommen. Angefangen habe ich zunächst aber bei einer Zeitarbeitsfirma und startete schnell bei GRANIT. Was sollte schon passieren für den kurzen Zeitraum, der angedacht war?

Worauf basierte zu Beginn dein Aufgabengebiet bei GRANIT, beziehungsweise in welcher Abteilung bist du gestartet?

Gestartet bin ich in der Kommissionierung der Fachbodenanlage (ZF). Nach wenigen Wochen kam ein Teamcoach auf mich zu und fragte, ob ich Interesse an der NIO (=nicht in Ordnung) Arbeit hätte – mehr Verantwortung, mehr Forderung. Dies nahm ich umgehend in Anspruch und wurde anschließend für circa zwei Wochen in der Klärfallbearbeitung für Kommissionierfehler geschult. Nach etwa einem dreiviertel Jahr kam mir der Gedanken, ob es für mich hier doch weitere Zukunftsmöglichkeiten gäbe. Und genau zu diesem Zeitpunkt wurde ich erneut durch einen Teamcoach einer anderen Abteilung angesprochen, ob ich mir diesen Werdegang nicht für mich selbst vorstellen könne.

Prompt habe ich eine Bewerbung geschrieben, da ich meinen Job scheinbar offensichtlich gut erledigt habe, beziehungsweise positiv aufgefallen bin. Nach recht kurzer Zeit gab es ein Vorstellungsgespräch bei der Bereichsleitung der Logistik – hier wurde ich dann doch etwas nervös. Auch im Gespräch bezog sich die erste Frage direkt auf meine Vorgeschichte bei der Polizei, da dies wohl doch sehr ungewöhnlich als „Vorerfahrung“ war. Alles in allem verlief das Gespräch aber sehr gut und ich wurde bereits etwas über ein Jahr später nach meinen Anfang bei GRANIT Teamcoach und hatte am 1. Juni 2017 einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Teamcoach war ich anfangs für den zentralen Fachboden (ZF). Ungefähr ein Jahr später im manuellen Bereich und im darauffolgenden Jahr im Lean Team (Optimierung).

Mit welchem Aufgabengebiet beschäftigst du dich als operativer Manager?

Heute bin ich seit knapp 2,5 Jahren operativer Manager (OM) und zuständig für die Bereiche Verpackung Oben (VPO, Kleinteilverpackung) sowie den zentralen Fachboden (ZF, Kleinteilkommissionierung) , aber auch die dazugehörigen 15 Teamcoaches inklusive aller zugeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Zahl schwankt über das Jahr, liegt aber im Schnitt bei etwa 300.

Ich begleite übergeordnet das Tagesgeschäft und dazu möglicherweise auftretende Probleme. Dies geschieht auch bereichsübergreifend zusammen mit meinen OM Kollegen. Dazu gehören vor allem die Prozessabläufe, die Personalplanung und in meinem Fall noch das Thema Kartonage, damit die Bereiche mit Verbrauchsmaterial versorgt werden und hier im Hintergrund alles möglichst reibungslos und korrekt abläuft. Zudem bin ich seit 2021 als Ausbilder mit für die Auszubildenden in der Logistik zuständig und dementsprechend deren Ansprechpartner abgesehen von der Personalabteilung.

Wie sieht dein Arbeitsalltag als operativer Manager aus?

Meine Arbeit findet überwiegend in der Fläche nah an den Teamcoaches sowie Mitarbeitenden und Auszubildenden statt. Über den Tag habe ich vorwiegend Termine. Dazu gehören einige administrative Tätigkeiten, wie Personalangelegenheiten, Probezeiten und Übernahmen, Gespräche, Abstimmungen mit meinen Kollegen sowie operativen Leitern und Teamcoaches bezüglich des Tagesgeschäfts und weiterer Planung. Hier gibt mein Kalender überwiegend die Tagesagenda vor. Auch die Prozessoptimierung in Form von KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) gehört dazu.

Wichtig sind mir vor allem die regelmäßigen Quartalsfeedbacks für die mir zugeteilten Führungskräfte, Auszubildenden und die kurzen, aber regelmäßigen Abstimmungsrunden in den Teams. Die ungeplante Zeit nutze ich dann gern in der Fläche und bin somit stets für alle ein Ansprechpartner. Gerade hierüber erfährt man einiges mehr an Personalangelegenheiten, Herausforderungen und vor allem Verbesserungsvorschlägen. Vor Ort zu sein ist nun mal immer besser und verschafft einen klaren Blick.

Ich bin auch sehr froh darüber, dass wir uns regelmäßig an einem Wochenende mit den Führungsteams aus der ZF und VPO zusammenfinden und dort Teamziele definieren und die letzten Monate reflektieren. Hierbei ziehen wir alle an einem Strang, um im Sinne des Teams zu entscheiden. Mein Arbeitsalltag endet also nicht immer an einem Freitag. 😉

operativer Manager

Welche Projekte stehen momentan an?

Aktuell haben wir einige Projekte offen. Sei es das Thema Pick by Voice, der generelle Abarbeitungsprozess in der Zentralen Fachbodenanlage bezüglich der Zugriffsbereiche für Artikel, die in einer gewissen Logik gelagert werden sollen und die dazugehörigen Kommissionierwagen, als auch die sogenannten Laufwege. Auch der Prozess in Bezug auf Verbrauchsmaterialien und Kartonage ist derzeit ein großes Thema, in dem wir das Team gezielt aufbauen möchten, schulen und die generelle Struktur der Prozessabläufe überarbeiten. Vor allem weil dieser Prozess fast alle Logistikbereiche betrifft und in den letzten Jahren nicht so detailliert analysiert und aufgearbeitet wurde.

Wir wünschen Alexander weiterhin alles Gute und bedanken uns für das interessante Interview!
Ihr wollt noch mehr über die GRANIT Logistik erfahren? Dann schaut doch mal in den Beitrag zum Automatischen Kleinteilelager rein.

Ihr habt Anregungen oder Vorschläge für interessante Themen?f.inside Team kontaktieren

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