Studieren bei FRICKE in der Corona-Zeit - Online-Vorlesung als Lösung

Studieren bei FRICKE in der Corona-Zeit

Online-Vorlesung

Kinderzimmer statt Vorlesungsraum

Habt ihr Euch bereits gefragt, wie ein Studium unter Corona-Bedingungen aussieht? Dann geht’s Euch genau wie mir und meinen Kommilitonen vor einer Woche. Da wir bereits seit dem letzten Montag, den 20. April, unter den besonderen Bedingungen studieren, berichte ich Euch heute von meinen Erfahrungen mit einer Online-Vorlesung. Vorab kurz zu mir: Ich studiere Betriebswirtschaftslehre und bin mitten im 4. Semester. Unsere Partnerhochschule ist die Nordakademie in Elmshorn und diese hat zum Glück schnell reagiert und sich an die aktuelle Situation angepasst.

Normalerweise habe ich in Elmshorn ein Wohnheimzimmer direkt auf dem Campus der Nordakademie. Mein täglicher Weg zu den Vorlesungsräumen wird von meinen Kommilitonen sehr beneidet, denn ich benötige maximal 5 Minuten – ein wahrer Luxus im Vergleich zu Kollegen, die jeden Tag aus Hamburg pendeln. Doch ich hätte niemals gedacht, dass mein Weg noch kürzer werden würde. Aufgrund von Corona ist jedoch genau dieser Fall eingetreten und die Wege zum „Vorlesungsraum“ sind nun für alle gleich, da die Dozenten auf eine Online-Vorlesung umstellen mussten. Folglich haben wir nun einen virtuellen Vorlesungsraum und dieses Konzept bringt Vor- sowie Nachteile mit sich.

Online Studieren: Technische Ausstattung

In der Hochschule arbeiten wir alle mit Laptops und/oder Tablets, um dem Unterricht zu folgen und Notizen zu machen. In den Räumen sind SmartBoards angebracht, an denen die Dozenten uns die Lerninhalte vermitteln.

Doch was braucht man für eine Online-Vorlesung?

Ein Laptop bzw. ein Tablet mit Kamera- und Mikrofonfunktion und eine stabile Internetverbindung sind die Voraussetzungen für Online-Unterricht. Theoretisch kann man ebenfalls per Smartphone an den Vorlesungen teilnehmen, dies ermöglicht allerdings nicht das Mitschreiben und wird daher nicht von uns Studenten eingesetzt. Ideal ist natürlich die Kombination aus Laptop und Tablet, da man so auf dem Laptop die Vorlesung streamen kann und auf dem Tablet mitschreibt. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich einen zweiten Bildschirm zu organisieren – diese Methode wende ich an und bin sehr zufrieden!

Wer auf einen guten Ton setzt oder seine Familie nicht stören möchte, setzt bspw. ein Headset auf. Beim Nutzen des Mikrofons des Laptops, kann es sein, dass die Dozenten dies mit amüsanten Kommentaren wie „Sitzen Sie im Abwasserkanal?!“ oder „Ist es schön im Schwimmbad?“ versehen. Da unsere Hochschule mit Zoom arbeitet, ist diese Anwendung vorausgesetzt, welche allerdings kostenlos ist. Weitere technische Ausstattung wird nicht benötigt.

Online-Vorlesung im Detail

Wie kann man sich Online-Unterricht vorstellen? Tatsächlich sind die Vorlesungen ziemlich ähnlich zu den Präsenzvorlesungen. Wir haben weiterhin um die drei Stunden Vorlesungszeit pro Modul am Stück und unser Stundenplan ist wie geplant. Außerdem verläuft der Unterricht wie der „normale“. Die Dozenten filmen sich oder haben ihre Präsentation offen und sprechen die Inhalte mit uns durch. Für uns Studenten ist dies fast normal. Für die Dozenten ist es allerdings etwas schwieriger. Da unsere Mikrofone meistens stumm sind, da sonst zu viele Hintergrundgeräusche vorhanden sind, sprechen die Dozenten mit unseren Videostreams. Wir schalten uns lediglich bei Fragen oder Diskussionsrunden dazu – hier gilt vor allem die Regel: „Nur einer darf sprechen!“ Es gibt außerdem die Möglichkeit, in einem Chat Fragen zu stellen, oder Dokumente zu teilen.

Wer denkt, dass der Dozent bei der Online-Vorlesung einen dreistündigen Monolog hält, der irrt sich. Trotz des virtuellen Klassenzimmers ist es möglich, Gruppenarbeiten oder Diskussionsrunden durchzuführen. Für die Gruppenarbeiten werden wir vom Dozenten in einzelne Räume aufgeteilt, in denen wir nur mit Gruppenmitgliedern sprechen können und Aufgaben bearbeiten.

Vergleich Online-Vorlesung zum Präsenzunterricht

Nach mehr als einer Woche Online-Unterricht konnte ich bereits einige Erfahrungen sammeln. Von der Technik und dem Funktionieren dieser bin ich mehr als positiv beeindruckt. Ich habe auch das Gefühl, dass die Qualität des Unterrichts nicht darunter leidet. Man muss allerdings über seinen Schatten springen, um einfach Fragen während der Erklärungen der Dozenten zu stellen. Dafür bietet die Software die Option als Student virtuell die Hand zu heben, sodass ein geordnetes Gespräch stattfinden kann.

Mir ist direkt aufgefallen, dass besonders die Pausen nicht mehr das sind, was sie waren, da diese nun alleine vor dem Laptop verbracht werden. Besonders in Mathe-Vorlesungen ist man ebenfalls auf sich alleine gestellt und kann nicht mit seinem Nachbarn zusammen rechnen, es sei denn eine Gruppenarbeit findet statt.

Im Großen und Ganzen ist die Lösung des Online-Unterrichts übergangsweise sehr gut umgesetzt. Wie lange dies tatsächlich so sein wird, ist jedoch unsicher – wie so vieles im Moment.

2 Kommentare zu “Studieren bei FRICKE in der Corona-Zeit”

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