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Herbert Stommel ist neuer Bereichsvorstand Logistik. Der Experte für Supply Chain Management steht vor vielfältigen Herausforderungen.

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Herbert Stommel ist neuer Bereichsvorstand Logistik in der FRICKE Gruppe. Der Fachmann für Supply Chain Management bringt neue Impulse nicht nur in das Logistikzentrum in Heeslingen, sondern in das gesamte Unternehmen. Wir haben mit ihm gesprochen, was jetzt seine Aufgaben sind, auf welche Herausforderungen er sich besonders freut und wieso er die Erlangung eines Doktortitels auch im Bereich Logistik empfehlenswert findet.

Herr Stommel, Sie sind Supply Chain Experte. Wieso haben Sie sich für diesen Berufsweg entschieden?

Ich habe in Berlin Wirtschaftsingenieurwesen studiert und musste mich im Hauptstudium für inhaltliche Schwerpunkte entscheiden. Durch Praktika und Gespräche mit Bekannten habe ich erkannt, dass die Logistik eine Zukunftsbranche ist, die vor allem auch durch Dynamik und stetige Veränderung geprägt ist. Als Kind aus einem Unternehmerhaushalt war ich den Umgang mit Herausforderungen gewohnt und mich haben diese Dinge gereizt. Diese Entscheidung habe ich bisher auch noch nie bereut.

Sie haben sogar in Supply Chain Management promoviert. Aus welchem Grund haben Sie sich dazu entschieden einen Doktortitel auf diesem Feld zu machen?

Schon während des Studiums habe ich mich grundlegend entschieden eine Promotion anzustreben, da mich die Beschäftigung mit innovativen Konzepten interessiert hat und ich meine Expertise ausbauen wollte. Logistik und Supply Chain Management waren eh die Fokusbereiche für mein Berufsziel, somit war das Themenfeld grundlegend gesetzt. Der Logistiklehrstuhl in Berlin ist zudem eine renommierte Adresse in Deutschland und sehr aktiv im Bereich der Forschung.

Wie gestaltet sich die Erlangung eines Doktortitels in diesem Bereich und was war Ihr Forschungsgebiet?

Grundlegend gibt es zwei Wege zur Erlangung eines Doktortitels in der Logistik: Die Erstellung einer Studie zur Ableitung neuer Lösungen, die eher theoretischer Natur sind, oder aber ein Gemeinschaftsprojekt mit Industriepartnern, dessen Ergebnisse einen direkteren Bezug zur Praxis in Unternehmen hat. Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden, da es mir wichtig war, Dinge aus der Promotionszeit im späteren Job anwenden zu können.

Ich habe mich dann im Rahmen eines Forschungsprojektes mit den variantenreichen Zulieferketten in der Automobilindustrie beschäftigt. Hierbei lag der Fokus auf deren Steuerung mit Hilfe von IT-gestützten Prozessen, wie SAP.

Gemeinsam mit Automobilherstellern, wie Daimler, BMW und Audi, Zulieferern und Logistikdienstleistern konnten wir neue Konzepte erproben. Das Ziel war hierbei die Erhöhung der Versorgungssicherheit der PKW-Montagen bei gleichzeitig möglichst geringen Lagerbeständen.

Was war für Sie die bisher größte Herausforderung im Bereich Logistik oder Supply Chain Management?

Ich war mit zwei vergleichbar großen Herausforderungen konfrontiert. Die eine lag in der Sanierung eines Geschäfts, das nach Übernahme durch meinen Arbeitgeber hohe Verluste gemacht hat. Es war auch ein Ersatzteilgeschäft, bei dem sogar kurzzeitig keine Auslieferung mehr erfolgen konnte. Ich wurde sechs Monate nach Übernahme beauftragt, das Geschäft zu optimieren und wieder profitabel zu machen. Durch die Vielfalt der Ursachen für die Situation hatten mein Team und ich einige große Herausforderungen zu meistern, haben es aber nach zwei Jahren erfolgreich geschafft.

Die andere Herausforderung lag im Anlauf einer neuen Logistikstruktur in Deutschland für ein niederländisches Handelsunternehmen. Hier musste innerhalb von 18 Monaten ein komplett neues Unternehmen aufgebaut werden mit 600 Mitarbeitenden und einer LKW-Flotte mit 120 Fahrzeugen.
Ich war quasi der erste Mitarbeiter und hatte ein tolles Team an meiner Seite, mit dem wir das innerhalb des gesteckten Zeit- und Kostenrahmens hinbekommen haben.

Beide Themen haben gezeigt, was Teams gemeinsam bewegen können, wenn sie mit Begeisterung bei der Sache sind und dieselben Ziele verfolgen.

Wie sind Sie auf die FRICKE Gruppe als Arbeitgeber aufmerksam geworden?

Ehrlich gesagt ist die Fricke Gruppe auf mich aufmerksam geworden und hat Kontakt aufgenommen. Da ich mich ohnehin mit der Idee beschäftigt habe, eine andere Aufgabe zu übernehmen, passte alles zeitlich gut zusammen. Nach interessanten Gesprächen mit der Geschäftsleitung habe ich mich dann für den Wechsel entschieden und freue mich, nun endlich hier zu sein.

Das GRANIT Logistikzentrum in Heeslingen

Was reizt Sie besonders an Ihrer neuen Tätigkeit?

Die FRICKE Gruppe ist ein dynamisches Familienunternehmen mit starkem Wachstum. Da gibt es immer spannende Aufgaben zu übernehmen. Zum Beispiel führt Wachstum auch immer dazu, dass Prozesse nicht genauso schnell hierauf angepasst werden können, was wir jetzt nachholen wollen. Großprojekte wie ein Neubau in Tholey, bei denen alles vom Bau über Automatisierung und Personalaufbau geplant und umgesetzt werden muss, stellen das Team außerdem vor große Herausforderungen. Solche Projekte habe ich in der Vergangenheit bereits begleitet und freue mich heute schon auf den Tag des Betriebsanlaufs.

Visualisierung des Neubaus in Tholey

Sie sind jetzt knapp zwei Monate bei der FRICKE Gruppe. Wie sahen Ihre ersten Wochen im Unternehmen aus?

Die ersten Wochen waren geprägt davon, ganz viele Kolleginnen und Kollegen in meinem Team aber auch dem Rest des Unternehmens kennenzulernen. Neben der reinen Vorstellung ist es mir auch sehr wichtig, so schnell wie möglich unsere Abläufe und Strukturen zu verstehen. Nur so kann ich mit dem Team Fahrt aufnehmen und gemeinsam Impulse für unsere Supply Chain setzen.

Hierbei haben wir bereits erste Themen identifiziert, die wir kurzfristig angehen werden, um erste Verbesserungen zu erreichen.

Sie sind gebürtiger Rheinländer und leben mit Ihrer Familie im Münsterland. Wie gefällt Ihnen da Heeslingen bisher?

Ich habe bisher sowohl in ländlicheren Gegenden als auch Großstädten gelebt. Während des Abiturs habe ich einige Jahre in einem Ort mit 25.000 Einwohnern, danach habe ich mit Unterbrechung circa 17 Jahre in Berlin gelebt. Mittlerweile bin ich mit meiner Familie wieder in einer Stadt mit 35.000 Einwohnern heimisch geworden. Von daher kann ich mich gut mit der Region um Heeslingen anfreunden. Aktuell versuche ich noch die Gegend kennenzulernen, was sich momentan abends und bei Dunkelheit etwas schwieriger gestaltet. Trotzdem nimmt meine Suche nach einer langfristigen Bleibe langsam Gestalt an.

Wenn Sie nicht gerade Logistikprozesse optimieren, wie gestalten Sie dann Ihre Freizeit?

Ich versuche trotz meiner vielen Abwesenheit von zu Hause während der Woche, zumindest an den Wochenenden viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das gelingt uns vor allem im Sommer sehr gut, da unsere ganze Familie mit dem Golfsport ein gemeinsames Hobby hat, das man auch zusammen ausüben kann.

Um Abwechslung vom Büroalltag zu bekommen, bin ich in meiner Freizeit auch handwerklich aktiv und mache die meisten Dinge selber, die an einem Altbau, in dem wir leben, so anfallen.

Vielen Dank Herr Stommel für das interessante Gespräch.

Wenn ihr noch mehr über die Logistik in der FRICKE Gruppe erfahren wollt, dann schaut Euch unbedingt den Beitrag über das AKL in Heeslingen an. Was das genau ist und wie es funktioniert, erzählt Euch Niklas hier.

Ihr habt Anregungen oder Vorschläge für interessante Themen?f.inside Team kontaktieren

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