Ab in den Süden - FRICKE goes Tholey

Ab in den Süden - FRICKE goes Tholey

FRICKE baut ein neues Lager im saarländischen Tholey. Über Ziele und den aktuellen Stand haben wir mit Projektmanager Wesley gesprochen.

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Wesley steht inmitten einer riesigen Matschwüste im Saarland. Nach seinem Masterabschluss 2022 ist er als Projektmanager in der Logistik der FRICKE Gruppe eingestiegen. Nun arbeitet er hier im saarländischen Tholey an einem der größten Projekte, das die FRICKE Gruppe je umgesetzt hat: Der Bau eines zweiten Lagers, eines „Südlagers“ für die FRICKE Gruppe. Gemeinsam mit ihm möchten wir in diesem Beitrag auf die bisherigen Entwicklungen in Tholey blicken.

Die Nadel im Heuhaufen

Aber einen Schritt zurück: ein zweites Lager für GRANIT PARTS? Die Idee für ein weiteres Lager steht schon lange Zeit im Raum. Bereits 2017 kommen erste Ideen auf, weg von der Strategie eines Zentrallagers in Heeslingen mit einem weiteren Lager näher an die Kunden in Südeuropa heranzurücken. Besonders das Versprechen einer schnellstmöglichen Lieferung, also Lieferung gelagerter Artikel an jede Adresse in Europa innerhalb kürzester Zeit, soll damit auch langfristig umsetzbar bleiben. 2018 wird es dann ganz konkret: Die Geschäftsführung nimmt Kontakt zu Planern auf, und erste Überlegungen werden angestellt.

Über die folgenden Monate werden die Pläne immer konkreter. Ziel ist es einerseits sich dicht an der deutsch-französischen Grenzen zu positionieren und andererseits auch genügend Fläche für langfristiges Wachstum zu haben. Nach langer Suche findet sich dann endlich der scheinbar perfekte Ort im saarländischen Tholey: Ein Grundstück mit über 120.000 Quadratmeter Fläche und nur eine halbe Stunde Fahrtweg bis zur französischen Grenze über die direkt angrenzende Autobahn. Genau der richtige Ort zur richtigen Zeit!

In nur sechs Stunden geht es über die A1 von Tholey nach Heeslingen

Zusätzlich können Mitarbeitende auf der gleichen Straße in nur sechs Stunden bis zum FRICKE Gelände an der A1 in Bockel fahren, die Anbindung nach Heeslingen ist also auch sehr gut. Auch die Gemeinde Tholey ist schon Feuer und Flamme für den Einzug des norddeutschen Familienunternehmens. Im Rahmen verschiedener Termine hatten die Bürgerinnen und Bürger und Entscheidungsträger vor Ort die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. „Für den Wirtschaftsstandort Tholey ist das ein hervorragendes Signal“, sagt auch Tholeys Bürgermeister Andreas Maldener über die Ansiedelung von FRICKE in Tholey. Um sich vor Ort ein Bild vom Unternehmen zu verschaffen besuchte dieser auch Ende Oktober den Hauptsitz in Heeslingen.

Hans-Peter Fricke bei der Pressekonferenz in Tholey im Herbst 2018

Neue Ansätze

In dem neuen Lager soll vieles ganz neu gedacht werden. Erfahrungen, die in den über 25 Jahren in der Logistik von GRANIT PARTS gemacht wurden, sollen genutzt und eine Logistik nach neuestem Stand der Technik errichtet werden. Dazu gehört vor allem auch die Automatisierung von Prozessen und damit schrittweise Entlastung operativer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was in Heeslingen bereits im AKL in kleinerem Ausmaß gelebte Praxis ist, denkt Wesley für Tholey groß. Schon früh ist er in das Projekt involviert. Wie bereits in unserem Beitrag über seinen Werdegang bei FRICKE beschrieben, arbeitet er seit Anfang 2022 als „Projektmanager für technische Logistik“ an Automatisierungsprozessen in der Logistik der FRICKE Gruppe, ist aber auch schon vorher an der Planung des neuen Lagers beteiligt. 

Mit einem vielfältigen Sortiment von 14 Millionen verschiedenen Ersatzteilen, vom Traktorreifen bis zur kleinen Schraube, von Kabinenscheiben bis zum Wagenheber, bedeutet die Automatisierung der Logistik bei GRANIT PARTS eine große Herausforderung. Eine Herausforderung, der sich Wesley und der Tholey-Standortleiter Andreas Meinert aber mit viel Tatendrang stellen. Um auf dem neuesten Stand zu sein, hat das Projektteam in den vergangenen Monaten viele verschiedene Logistikzentren und -Messen in ganz Deutschland besucht, um Inspirationen zu sammeln. Von automatischen Kleinteilelagern, über Pick by Light bis zu fahrerlosen Transportsystemen – die Logistikindustrie ist im Umbruch und daher fundierte, zukunftsgerichtete Entscheidungen elementar.

Gegenwart und Zukunft

Seit Projektstart ist viel geschehen. Noch wenig Sichtbares auf dem Gelände in Tholey, dafür aber umso mehr im Hintergrund. Von der Planung der Gebäude bis zur Intralogistik, von der Logistiksoftware im Lager bis zur besten Ausrichtung des Komplexes auf dem Gelände: Jeden Tag müssen Entscheidungen vorbereitet und gefällt werden. Um diese Entscheidungen auf einer soliden Grundlage fällen zu können, braucht es viel Zeit, Geduld und Daten. Mit jedem Tag wächst aber auch die Vorfreude des Projektteams auf den tatsächlichen ersten Spatenstich vor Ort und damit die Umsetzung ihrer harten Arbeit. Dafür stehen mit der Entscheidung für einen Intralogistik-Anbieter und einem Bau-Generalunternehmer nur noch zwei größere Meilensteine aus.

So soll das Südlager in Tholey einmal aussehen
So sieht es gerade noch in Tholey aus

Aktuell ist das Logistikzentrum noch eine 3D-Modellierung auf dem Computerbildschirm. Auf dem Gelände in Tholey stehen nur einige Baumaschinen und ein Bauwagen inmitten einer großen Sandwüste. Außer Bodenarbeiten, bei denen das Gelände in einem ersten Schritt glattgeschoben wurde, ist noch wenig zu erkennen.  Umso gespannter sind wir, was im kommenden Jahr in Tholey geschieht, bedanken uns bei Wesley für die spannenden Einblicke und wünschen dem Projektteam bei der anstehenden Arbeit viel Erfolg.

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